Das schlimmste an der Finanzkrise ist nicht die Finanzkrise als solche, sondern die Tatsache, das zumindest in Deutschland gerade Wahlkrieg Wahlkampf ist. Jetzt brüllt der Müntefering von seinem virtuellen Steuerkassenhoch ins tiefe Tal der Steuerzahler, das alle – also WIR alle – für ARCANDOR blechen müssen. Hallo? Gehts noch? Münte! Komm endlich wieder runter, nimm das jüngste Wahlergebnis als das, was es ist – ein Peitschenhieb – und verschone unser Portemonaie.
Wann hat endlich der letzte Kommunist Sozialist begriffen, das eine Kollektivierung von Misserträgen einer Kapitalgesellschaft zugunsten des kleinen Mannes und der kleinen Frau ausschließlich die “Großen” und Adeligen schützt und bestärkt, in ihrer Misswirtschaft weiter in die eigene Tasche zu wirtschaften? Der kleine Mann und die kleine Frau werden’s schon richten.
Hey! Niemand will 20.000 Angestellten den Büroteppich unter den Füßen wegziehen, und auch nicht den 5000 Post-Angestellten, die bei einer ARCANDOR-Pleite ebenfalls nach Hause gehen dürfen (wg. Wegbrechendem Post-Versand, Quelle etc.).
Dann garantiert doch bitte allen Angestellten eine vollständige Auszahlung des Lohns nach der Insolvenz für mindestens 1 Jahr (also ein 100%iges-Arbeitslosengeld), und gebt dem Laden die Chance, unter Gläubigerschutz sich selbst wieder neu herzurichten. Dann wird endlich das raffgierige Management ausgetauscht und Platz für vernünftige Führungsköpfe geschaffen!
Das ist deutlich billiger als eine 600 Mio Euro Bürgschaft, die die Substanz nicht ändern wird und den Kahn weiter strudeln lässt. ARCANDOR ist von Misswirtschaft unserer Wirtschaftselite geprägt seit seiner Anfangszeit nach dem Zusammenschluß von Karstadt und Quelle. SO ETWAS DARF NICHT GERETTET WERDEN!
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