So zynisch es klingen mag. Die Auswirkungen des Vulkansausbruchs in Island auf den hiesigen Flugverkehr werden erst dann richtig deutlich, wenn heute am Sonntag Vormittag nach 2 Tagen sprichwörtlicher Funkstille das erste Flugzeug über den Garten fegt.

Meerbusch ist inzwischen Dreh- und Angelkreuz für den Düsseldorfer Flughafen, zumindest oberhalb von 50 Höhenmetern. So wundert es nicht, das es hier zwei Tage in Folge mal richtig ruhig war. Außerdem hab es einen blauen Himmel, der sich von den sonstigen Dunstglockenblauhimmeln deutlich unterschied.

Dieses Phänomen erklärte die Wetterfee bereits vorgestern auf ZDF: ohne Kondenzstreifen dringen mehr Sonnenstrahlen auf die Erde, können diese aber nachts auch schneller verlassen. Zur Folge ist es tagsüber das eine oder andere Grad wärmer, und nachts kälter.

Es mag nun Einbildung sein. Aber der Himmel strahlte gestern in einem satten blau, das Hobbyfotographen hier in dieser Gegend gerne vermissen. Tatsächlich aber – und dies ist keine Einbildung – erlebten wir den gestrigen Samstag in Meerbusch in einer Ruhe, die wir als Zugezogene hier noch nicht erlebten. Klingt möglicherweise bizarr, ist aber aufgrund der Nähe des Düsseldorfer Flughafens und der Einflugschneise auch nicht sinderlich verwunderlich.

Woran ich während des Sinnierens hierüber erinnert wurde: die älteren Einwohner aus der Gegend um den Tagebau “Garzweiler” (südlich von Mönchengladbach) beschwerten sich Ende der 90er Jahre immer wieder über Wetteränderungen und datierten diese auf die Aktivitäten von Rhein/Braun. Gemeint waren Phänomene wie gesteigerter Regen, mehr Wolken, keine richtigen Winter mehr und keine richtigen Sommer mehr. Da früher alles besser war, hab es hier im mittleren Niederrhein wohl früher auch “richtige” Sommer und Winter.

Da drängt sich mir die Frage auf, ob die mögliche Ursache (in sofern diese lokal zu suchen ist), nicht etwa mit dem Tagebau einhergeht, sondern eher mit dem weiteren Ausbau des Flugverkehrs, dominiert durch die Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn. Zeitlich überschneiden sich beide “Ereignisse”, wenn die letzten 30 Jahre herangezogen werden.

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1 Kommentar on Vulkane aller Länder, vereinigt euch!

  1. hawthorne sagt:

    Was mich wirklich fassungslos macht, ist dass die Fluggesellschaften, jetzt versuchen Druck auf die Behörten auszuüben, damit der Luftverkehr so schnell wie möglich wieder freigegeben werden soll. Der Vulkanausbruch ist doch schon für alle schlimm genug. Wird hier die Sicherscheit hinter den Kommerz gestellt?

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