China äußerte sich bereits in den vergangenen Jahren recht deutlich über die eigene Unzufriedenheit über den Dollar als weltweite Leitwährung. Böse Zungen behaupteten einst, das der Euro den Dollar ablösen konnte. Vor allem die drei Größten der US-amerikanischen Gläubiger – China, Indien und Japan – waren alles andere als amused über stets fallende Dollarkurse. Hinzukam die ursprünglich geplante Iraner Ölbörse, welche in Euro zu notieren drohte.
Ebenso deutlich werden inzwischen die Konsequenzen sichtbar: es scheint, als würde China leise die eigene Währung, den Yuan, wenn schon nicht als internationale Leitwährung, zumindest als neue Ausfallwährung etablieren wollen.
Hierzu bot das kommunistische Land in der jüngeren Vergangenheit zahlreichen Ländern der Emerging Markets (sog. Dritte Welt) Divisentauschgeschäfte an: Yuan gegen die jeweilige heimische Währung.
Aktuelles prominentes Beispiel ist Island. Die sogenannte Swapline hat ein Volumen über 3,5 Mrd. Yuan (ca. 428 Mio. Euro bzw. 66 Mrd. Isländische Kronen). Weitere Beispiele innerhalb der vergangenen anderthalb Jahre sind: Indonesien, Malaysia, Argentien und Südkorea. Gegenüber diesen Transaktionen ist das Volumen des isländischen Tauchgeschäfts relativ gering. Allerdings entging das Land jüngst auch nur knapp einer Staatspleite.
Gewinner derartiger Transaktionen ist ganz klar die Exportnation China. Importeure können künftig in Renminbi bezahlen. Weiters verringert China die Abhängigkeit eigener Divisenreserven vom Dollar.
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