Man könnte meinen, die Zwischenfälle seien gewollt. Mehr Argumente kann man den Atomkraftgegnern derzeit nicht liefern. Ein Schelm wer böses dabei denkt.
Kümmel, Asse, Vattenfall. Hätt ichs drauf, ich würd’ ein Lied draus machen.
Noch dazu im Wahljahr! Mal schauen, welche Partei ihr Wahlprpgramm noch ändert. Dumm ist nur, das Merkels Berater für Energiefragen ausgerechnet der Deutschlandchef von Vattenfall ist. Angela, du hast jetzt ein Problem!
Dieser Schritt war längst überfällig, vor allem aus Sicht des US-Konkress: aufgrund neuer Regulierungs-Bemühungen seitens der US-Regierung bzgl. des Future-Handels sinkt der Öl-Preis und pendelt sich bei 60 USD ein. Öl-Handler verkaufen en mass ihre Long-Kontrakte.
Berater eines Jordsch Dabbel Ju Buschs werden vermutlich auch schon früher den Sinn darin erkannt haben. Die Öl-Lobby des früheren Präsidenten aber lebte von steigenden Öl-Preisen.
Weitere Infos liefert dieser Artikel.
Der Bitkom-Präsident macht sich noch einmal die Taschen voll: nach 25 Jahren verkauft er die von ihm gegründete IDS Scheer an die Software AG.
Die transaktion wird ihm vor Steuern knappe 200 Millionen Euro einbringen. Gleichzeitig verliert der TecDAX ein wertvolles Pferd im Stall, das zuletzt den Index massiv positiv beeinflusste.
In China wurde ein ranghoher Manager des Sales-Team vom ausatralischen Rohstoff-Giganten Rio Tinto festgenommen. Grund: Verletzung von Staatsgeheimnissen.
Taysächlich scheiterte China zuvor bei der Verhandlung um erhebliche Rabatte von 45%.
China möchte laut eigenem Bekunden die Korruption bekämpfen. Inwiefern der aktuelle Ansatz richtig ist, bzw. gerechtfertigt, mögen andere entscheiden. Auch hier empfiehlt sich, erstmal den eigenen Kaninchenstall auszumisten, bevor man den des Nachbarn auseinander nimmt.
Tags: China, Korruption, Rio Tinto, Rio tinto china, Rohstoffe
Der Kapitalismus als solcher liebt einen ganz besonderen Zustand seiner Bürger: wenn wir soviel von unserem Einkommen regelmässig ausgeben, das wir gerade noch am Leben bleiben, mag er uns am liebsten. Banken sehen uns gerne mit hohen Krediten, die wir gerade noch so bedienen können, ohne dabei zu verhungern. Kreditausfälle, also Kredite, die von den Schuldnern nicht mehr bedient werden, haben jüngst eine Finanzkrise ausbrechen lassen. Daher ist der Kredit vorteilhaft für den Gläubiger, also die Bank, wenn der Schuldner soviel abgibt, das es sich lohnt, aber auch nur so viel, das es noch für Miete und Nahrungsmittel reicht.
Hierbei ist allerdings nicht der Kapitalismus als solcher Schuld, auch nicht seine Protagonisten, die Aktionäre, Vorstände, Geschäftemacher und Banken und sonstwer, sondern ganz allein wir selbst.
Dabei gibt es sehr einfache Regeln, um eine solche Misslage von vornherein zu unterbinden. Anschließend möchte ich einige Beispiele bringen, die in unserer Gesellschaft anscheinend sehr häufig vorkommen und teilweise zu hoher Verschuldung, mindestens aber zu hohem finanziellem und psychischen Ärger führen.
Das Geheimnis von Wohlstand ist wie folgt definiert: Verbindlichkeiten reduzieren, Forderungen maximieren. In klarer Sprache bedeutet dies nichts weiter, als das das Einkommen maximiert, und die Ausgaben minimiert werden. Eigentlich eine ganz normale Sache, gäbe es da nicht die eine oder andere Falle, in die die Menschen gerne geraten.
Vermeiden Sie Finanzkäufe
Wenn Ihnen der Flachbildschirm zu teuer ist, um ihn direkt in Bar zu bezahlen, dann heisst das nichts anderes, als das Sie ihn sich gegenwärtig nicht leisten können. Das größte Verbrechen an den Verbrauchern der Neuzeit war und ist der Finanzkauf – der Kauf auf Raten. Zunächst sucht der Verbraucher nach dem günstigsten Anbieter, ggf. auch nach dem günstigsten Produkt. Hinterher aber zahlt er drauf – in Form von Zinsen. Dabei beachtet er meistens nicht, das das Gerät – schließlich wurde ein Schnäppchen gekauft – meist noch vor Ablauf des Kredites erneuert werden muss (oder zumindest erneuert werden *will*).
Anstatt 100 Euro jeden Monat für das neue iBook oder den neuen Flachbildschirm zu entrichten, von dem ein nicht ganz unerheblicher Teil aus Zinsen besteht, ist es definitiv sinnvoller, das Geld auf ein Sparkonto bzw. ein Tagesgeldkonto zu legen, mit 2.5% oder mehr verzinst, und nach Erreichen der gesamten Kaufsumme das Gerät zu kaufen.
Ihre Vorteile liegen auf der Hand: Sie zahlen weniger für das gleiche Gerät, da Sie Zinsen sparen. Anstatt Zinsen zu entrichten, erhalten Sie Zinsen. Somit ist das Gerät in einem deutlich kürzeren Zeitraum ersparrt, als es abbezahlt ist. Gut. Sie müssen warten und können den Luxus nicht sofort genießen. Dafür dürfte die Technik bis zum Kaufzeitpunkt die eine oder andere Verbesserung erhalten haben, oder gar günstiger sein. Mindestens aber sparen Sie sich alle Probleme einer neu eingeführten Technik, da diese bis zu dem Zeitpunkt des Erwerbs durch Sie bekannt und ggf. behoben sind.
Einziger Ausnahmepunkt: sehr teure Anschaffungen wie Autos oder Immobilien. Gerade bei Immobilien kann es Sinn machen, auf Kredit zu kaufen. Je nach Zinslage, erwarteter Inflation etc. kann dies Ihre Ausgaben aufgrund von Steuerersparnis oder Inflation senken. Dies sollte aber in jeder Hinsicht von einem unabhängigen Berater überprüft werden. Darüberhinaus erhöht sich der Nutzen einer solchen Investition auf Kredit durch das Volumen und hängt in bestimmten Fällen stark vom eingesetzten Eigenkapital ab.
Diese Reihe wird künftig fortgesetzt
Tags: Einkommen, Finanzkauf, Geld, Sparen, Zinsen
Goldman Sachs zahlt seinen Angestellten den höchsten Bonus aus, der in der 140jährigen Firmengeschichte jemals gezahlt wurde! Während im Jahre 2008 exakt 973 Banker einen Bonus über 1 Million US-Dollar als Bonus ausbezahlt bekamen, wird dieses Jahr die Hälfte des Gewinns von 1.2 Milliarden US-Dollar an 28.000 Angestellte ausgezahlt, berichtet der Guardian.
Gut, linke Kräfte und allgemeine Kapitalismus-Kritiker mögen behaupten, hier werden Steuergelder in Dividende umgewandelt. Hierbei zielen sie auf die Staatshilfen ab. Tatsächlich stieg der ehemalige Vorstand der Bank zum Finanzdirektor der Vereinigten Staaten auf. Man muss der Bank aber zu Gute halten, das sie tatsächlich “organischen Profit” auch in diesen Zeiten verzeichnet, z.B. durch Beratungen diverserer Firmen als auch im Bereich Investmentbanking. Ackermann, wo bleibst du?
Tags: Bonus, Goldman Sachs
Einem Artikel des Wallstreet-Journals ist zu entnehmen, das der Iran seine gesamte “Schnüffelsoftware” in West- und Nordeuropa einkaufte: Siemens und Nokia sind die Lieferanten. Dabei beklagt die deutsch-iranische Handwerkskammer Misstände, nicht zuletzt politisch bedingt, die aber für Siemens scheinbar nicht gelten. Vielleicht war der Koffer einfach größer als der der Mitbewerber, mit dem die Vertreter sowohl im Iran als auch im deutschen Bundestag vorsprachen.
Viel interessanter aber ist folgender Satz des Artikels: “Internet censoring in Iran was developed with the initial justification of blocking online pornography, among other material considered offensive by the regime, according to those who have studied the country’s censoring.”
Kommt das jemanden bekannt vor? Unter dem gleichen Vorwand versucht eine gewisse Clique adeliger Leute auch in Deutschland, eine Zensur-Infrastruktur zu errichten. Ich leg mir vorausschauend mal eben ein paar Siemens- und Nokia-Aktien ins Depot. Da geht noch was.
Noch besser aber wird es hier: “Beginning in 2001, the government required Internet service providers to install filtering systems, and also that all international connections link to a single gateway controlled by the country’s telecom monopoly, according to an OpenNet study.”
Die Jungs haben echt früh angefangen! Während die Entwicklung des Maut-Systems in Deutschland eine absolute Fehlinvestition darstellte und auch der Bundeswehrfunk eher von Abiturienten unserer großen IT-Firmen entwickelt wird, scheint im Iran alles reibungslos zu funktionieren. Und das seit 8 Jahren! Respekt, wenn auch mit negativem Hintergrund…. Wenn ich die Software-Landschaft von 2001 mit heute vergleiche, und dann eine derartige Success-Story lese, meine Güte, Microsoft schafft derartige langjährige Stabilität schon mal nicht. Mich würde ernsthaft der Bugtracker interessieren. Falls ihn mir jemand schicken kann, nur zu! Mir ist fast jeder Preis recht!
Um Missverständnisse vorzubeugen: der Autor dieses Artikels ist ein großer Verfechter der unbeschränkten Meinungsfreiheit.
Tags: Abhörsoftware, Iran, Nokia, Siemens, Zensur
Irgendwann richtet sich jedes linke Regime gegen seine ursprünglichen Befürworter und Unterstützer. Ist das ein ungeschriebenes Gesetz? Ich glaub schon. Prominente Beispiele wie die DDR und die Sowjetunion bekommen jetzt ein neues Mitglied: Venezuela.
Ein empfehlenswerter Artikel ist derzeit auf Spiegel-Online zu finden.
Venezuela leidet wie alle anderen Rohstoff-Exporteure unter den aktuellen niedrigen Preisen. Die Verlierer sind vor allem diejenigen, die Chavez ins Amt verhalfen: die arme Bevölkerung. Konsequente Massen-Verstaatlichung brachte noch nirgends Vorteile. So auch hier in Südamerika. Die Produktion liegt flach, notwendige Importe sorgen für steigende Preise. Die hohe Quote der Verstaatlichung bremst die Investitionen von privater Hand.
Chavez sieht eine Lösung der Probleme in einem neuen Öl-Kartell gemeinsam mit Russland bei Preisen über 100 Dollar pro Barrel. Hervorragend, Hugo! Wer leidet darunter am meisten? Reiche Industriestaaten? Weniger. Wohl eher andere Drittweltländer, die kein Öl exportieren. Diese Politik ist gescheitert.
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