Auslandskopfüberwachung, Vorratsdatenspeicherung, Onlinedurchsuchung, das BSI- und das BKA-Gesetz und nicht zuletzt die frisch unter falschem bzw. ungenügendem Vorwand errichtete Internet-Sperre…
Funktionierende Finanzmärkte benötigen Transparenz. Transparenz bedarf Informationsfreiheit, den uneingeschränkten Zugang zu allen Informationen, die für Entscheidungen hilfreich sind.
Einige ausgewählte Politiker der beiden großen Volksparteien rütteln daran. Ich kann mir nicht vorstellen, das sie sich darüber im Klaren sind, von einer gewissen adeligen Gruppe Deutschlands missbraucht zu werden. Ursula von der Leyen meidet mit Kritikern ihrer “Vorsprünge” zum Demokratieabbau jegliches Gespräch. Ging ihr ein Licht auf? Es muss ein schwerer Moment für sie gewesen sein.
Inzwischen werden Begehrlichkeiten geweckt: Sachsen-Anhalts Justizministerin Frau Andrea Kolb scheint auch keinen Gefallen an der Informationsfreiheit zu finden. Europa-weite Internet-Sperren fordert sie.
In Südkorea wurde jüngst ein Blogger verhaftet, der die Finanzkrise beleuchtete und teilweise richtige Vorhersagen traf, z.B. beim Zusammenbruch von Lehman Brothers.
Noch vor wenigen Jahren kritisierte die Bundesregierung Chinas Vorhaben, kritische Internetseiten zu filtern bzw. zu sperren. Heute bekommen sie von China Schützenhilfe und verstummen geradezu mit Kritik.
Warten wir gespannt darauf, wie sich die Dinge entwickeln. Vielleicht sind 60 Jahre Demokratie auf westdeutschem Boden einfach zu viel des Guten? Eine kleine herrschende Liga in diesem Lande meint jedenfalls, ihre mündigen Bürger entmündigen zu wollen. Unter fraglichem Vorwand scheint eine Zensur-Infrastruktur geschaffen zu werden, die uns irgendwann den Freigeist rauben wird.
Tags: BKA, Informationsfreiheit, Internet-Sperrgesetz, Internetzensur, Zensur, Zensursula
Nicht unbedingt. Das 12-Monats KGV des DAX wird derzeit mit 12.5 berechnet. Hierbei wirkt allerdings der Umstand, das VW damals nach den Kurskapriolen im Oktober 2008 von der Deutschen Börse künstlich im Gewicht herabgesetzt wurde. Ohne diese künstliche Gewichtsreduzierung von VW würde der vorausschauende 12-Monats-KGV des DAX bei ca. 13.5 liegen. Lag der DAX-KGV in den 80er und 90ern bei 15, so viel er 2003 auf etwa 12 und erholte sich nur geringfügig.
Nehmen die Märkte einer möglichen positiven Entwicklung der Realwirtschaft derzeit zuviel vorweg? Falls dem so ist, wären die Kurse zumindest auf Sicht von 1-2 Jahren gedeckelt.
Genau genommen hätte es ihnen früher einfallen können: welche Rolle spielt der neue Großaktionär aus Katar?
Die Eigentümer-Familien Porsche und Piech mussten sich 15 Jahre lang nicht einigen, zumindest nicht bei komplizierten Fällen.
Sie wollen bzw. brauchen frisches Kapital. Das kommt möglicherweise aus Katar. Erwünschte Gegenleistung: mitspracherecht.
Das heisst: 25% plus 1 Aktie. Sperrminorität also.
Patriarch Piech ist dagegen. Fällt ihm früh ein…
Tags: Investor, Katar, Piech, Porsche, Sperrminorität
Was machen Sie als Vorstand, wenn gegen Sie der Vorwurf wegen Veruntreung erbracht wird?
Klaus Esser hat es vorgemacht. Middelhoff macht es nach: Staranwalt Sven Thomas boxt Sie raus. Merken sich den Namen.
Tags: Arcandor, Esser, Middelhoff
Jetzt ists auch amtlich, wer bei Arcandor was wie einbüßt.
Sal Oppenheim (ich selbst habe ja nie verstanden, warum sie damals im Oktober 2008 plötzlich die Anteile der Schickedanz übernehmen wollten, weil das Unternehmen damals schon mehr als marode war) kostet der Spass lächerliche 174 Millionen Euro. Das stecken die weg. Abschreibungen. Fast Portokasse. Denn: sie müssen nur knapp 20 Mio abschreiben. Alles andere läuft über eine Holding der Oppenheim-Eigentümer. Denen dürfte der Spass etwas mehr weh tun (verbleibende 135 Mio Euro laut FTD, fragt sich, was mit der Differenz von knapp 20 Mio ist)
Darüber hinaus gibt es 40(!) Familienaktionäre, denen ca. 25% der Arcandor-Aktien gehören. Dürfte dezente Schmerzen bereiten…
Tags: Arcandor, Insolvenz, Karstadt, Oppenheim, Schickedanz
Au backe! Jahrelang wurde darüber spekuliert, allerdings immer in Richtung China. Jetzt tuns die Russen! Jawoll, sie tun es! Sie wollen Teile ihrer Währungsreserven umschichten, Dollar raus, vernünftige Währungen rein.
Ehrlich gesagt, wundert es mich nicht. Ben “Helicopter” Bernanke hat das Nachsehen. Kürzlich warf er die Notenpresse an, was sogar Frau Merkel, unsere derzeitige Kanzlerin, zu einer ihrer besten und leider auch ersten vernünftigen Reaktionen hinsichtlich des Finanzmarktes bewegte: sie kritisierte scharf das Vorgehen der USA. Eigene Schulden emitieren, und mit selbst gedrucktem Geld kaufen. Die Geldmenge der USA vergrößert sich enorm, das schwächt den Dollar (ein Grund für den derzeit steigenden Öl-Preis, da die Scheichs europäische Bordelle besuchen und in EURO zahlen müssen, weshalb sie mehr Netto raus haben wollen), und heizt die Inflation an.
Die Chinesen sind der Hauptkapitalgeber für die konsumlustige USA, seit zig von Jahren. Somit wurde jahrelang auf dem Parkett darüber spekuliert, das die Chinesen beginnen, ihre in DOLLAR angehäuften Devisenreserven umzuschichten, in Euro zum Beispiel. Sie dachten öfter laut darüber nach, taten es aber nie. Täten sie es, würden ihre Überschüsse schmelzen, aufgrund weiter sinkenden Dollar-Kurses gegenüber allem anderen, was halbwegs “vernünftig” ist.
Warten wir es ab. Noch planen die Russen einen “seichten”, geradezu charmanten Weg. Sie planen, Verbindlichkeiten des IWF aufzukaufen (welche quasi derzeit auch in Dollar gerechnet werden). Aber das ganze kann den Stein ins Rollen bringen…
Tags: Ben, Bernanke, China, Devisen, Devisenreserven, Dollar, Russland, USA, Währungsreserven
In nahezu jedem Teil der Welt stehen Kräne von Liebherr. Deutsche Qualität, deutsche Pünktlichkeit. All die Eigenschaften, die vom Deutschen als solchen gerne zerrissen werden und von Prinzip auf negativ belegt sind, gelten in der übrigen Welt als positive Errungenschaften.
Während Opel gerade ver-russifiziert wird, wird Porsche arabisch. Katar will 25% von Porsche kaufen. Porsche ist nicht mehr ganz jung, braucht aber das Geld.
Ich gebe jetzt mal eine vorsichtige Prognose ab (mich bitte nicht darauf festnageln): die Rendite-Erwartungen der Katarer werden nicht minimal sein. Die Verschuldung Porsches wird demzufolge um ein vielfaches des Eigenkapitals erhöht werden. Aber psst…. nicht weitersagen!
Desweiteren werde ich mich jetzt nicht wieder darüber aufregen, das der Laden hochverschuldet ist, weil er überhöhte Preise für Anteile eines Konkurrenten kaufen wollte, ohne den Deal jemals beenden zu können, weil das Geld futsch war…. Die Universitäten machen was falsch
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