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	<title>terra-f.com  -  Die Welt der Finanzen &#187; Nokia</title>
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	<description>Unzensiertes aus Finanzwelt und Politik</description>
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		<title>Google und der Navigations-Markt</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Nov 2009 19:41:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ob es Google seinem selbsternannten Ziel namens &#8220;Weltherrschaft&#8221; ein Stück näher bringt, werden wir in wenigen Jahren zu beurteilen wissen. Tatsächlich aber revolutioniert Google mal wieder die Welt mit einem neuen Business-Model &#8220;less than free&#8221; (auf deutsch: weniger als kostenlos). Genauer gesagt, bringt es die Welt der Navigationssysteme zur Zeit ordentlich durcheinander. Der gesamte Markt [...]]]></description>
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</script></div><p>Ob es Google seinem selbsternannten Ziel namens &#8220;Weltherrschaft&#8221; ein Stück näher bringt, werden wir in wenigen Jahren zu beurteilen wissen. Tatsächlich aber revolutioniert Google mal wieder die Welt mit einem neuen Business-Model &#8220;less than free&#8221; (<em>auf deutsch: weniger als kostenlos</em>). Genauer gesagt, bringt es die Welt der Navigationssysteme zur Zeit ordentlich durcheinander.</p>
<p>Der gesamte Markt geografischer Daten, also solcher Daten, die für Punkt-zu-Punkt-Verbindungen geeignet und damit navigations-tauglich sind, wird aktuell gehörig durcheinander geworfen.</p>
<p>Googles <a href="http://www.handelsblatt.com/unternehmen/it-medien/android-navigationssoftware-google-stuerzt-navi-branche-ins-chaos;2475773" target="_blank">letzte Meldung</a>, künftig kostenlos mit Google Maps und im Rahmen seines Handy-Betriebssystem Android, Navigations-Software anzubieten, zerstörte Börsenwert in Höhe von mehreren Milliarden Dollar. Alle Anbieter von Navigationsgeräten, vor allem die beiden Global Player <em>Nokia</em> und <em>TomTom</em> verloren zweistellig.</p>
<p>Was bedeutet dies für den Markt?</p>
<p>Google bietet mit <em>Android</em> ein Betriebssystem für mobile Geräte an, das sowohl als Open Source Variante als  auch in kommerzieller Lizenz vorliegt. Die führenden Anbieter von Punkt-zu-Punkt-Navigation waren bis 2007 <em>Tele Atlas</em> und <em>Navteq</em>. Erstere lieferten auch an Google den Kartenbestand für den hauseigenen Dienst &#8220;Maps&#8221;. Hier durfte eine deutliche Summe an Geld geflossen sein. <em>Tele Atlas</em> wurde von <em>Tom Tom</em> für 2.7 Milliarden USD aufgekauft, <em>Nokia</em> schnappte sich <em>NavTeq</em> für ca. 8 Milliarden Dollar!</p>
<p>Damit oblag <em>Nokia</em> und <em>TomTom</em> bislang ein Quasi-Monopol von Navigationstauglichen geografischen Daten. Es gibt zwar weitere Anbieter von GPS-Daten, aber speziell die Punkt-zu-Punkt-Variante wird von <em>Nokia</em> und <em>TomTom</em> abgedeckt.</p>
<p>Google bekam dieses Duopol der beiden Anbieter am Kartenpreis deutlich zu spüren, und begann vor einigen Jahren, selbst GPS Daten einzusammeln. Dies passte ganz gut mit dem ebenfalls hauseigenen &#8211; allerdings umstrittenen &#8211; Dienst &#8220;StreetView&#8221;  überein. Da für  &#8220;Google Streetview&#8221; eh schon genug <a href="http://www.flickr.com/photos/ahdigital/3544819161/" target="_self">Opel-Astras durch die Gegend fuhren</a>, um Fotos der Straßen für den Kartendienst anzufertigen, wurden direkt noch fahrtaugliche GPS-Daten gesammelt. Nun ist es so weit, Google traut sich in einer ersten Beta-Phase an den Markt: kostenlos!</p>
<p>Wenn Sie also gerade planen, einen eigenen Navigationsdienst zu errichten oder ein mobiles Gerät zu entwickeln, das nebenher auch Navigationsdienste anbieten könnte, so sollten Sie umgehend einen Produkt-Manager von Google-Maps anrufen. Google liefert Ihnen das inzwischen marktreife Betriebssystem, als auch die Karten, als auch die gesamte Navi-Software. Würden Sie alle drei Komponenten selbst entwickeln wollen, benötigten Sie ganze Herrschaften adretter Inder in der Informatik-Abteilung und einen Haufen Asche, um das ganze über Jahre hinweg zu finanzieren. Selbst gekauft wären 2-stellige Millionen Summen nötig!</p>
<p>Warum verschenkt Google den Dienst? Google verschenkt nichts. Google verdient an Anzeigen, die dem Kartenmaterial beiliegen. Und Google schlägt Ihnen vor: verdienen Sie doch auch an den Anzeigen! Setzen Sie unsere Software und unsere Infrastruktur ein, und verdienen Sie mit uns Geld.</p>
<p>Das sagt Ihnen Google. Less Than Free. Nix bezahlen, und beide Seiten verdienen daran. So schlau war vorher keiner. Mal gucken, ob es funktioniert.</p>
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		<title>Iran, Siemens und die Zensur</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Jun 2009 21:03:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Abhörsoftware]]></category>
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		<description><![CDATA[Einem Artikel des Wallstreet-Journals ist zu entnehmen, das der Iran seine gesamte &#8220;Schnüffelsoftware&#8221; in West- und Nordeuropa einkaufte: Siemens und Nokia sind die Lieferanten. Dabei beklagt die deutsch-iranische Handwerkskammer Misstände, nicht zuletzt politisch bedingt, die aber für Siemens scheinbar nicht gelten. Vielleicht war der Koffer einfach größer als der der Mitbewerber, mit dem die Vertreter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einem <a href="http://online.wsj.com/article/SB124562668777335653.html">Artikel des Wallstreet-Journals</a> ist zu entnehmen, das der Iran seine gesamte &#8220;Schnüffelsoftware&#8221; in West- und Nordeuropa einkaufte: Siemens und Nokia sind die Lieferanten. Dabei beklagt die deutsch-iranische Handwerkskammer Misstände, nicht zuletzt politisch bedingt, die aber für Siemens scheinbar nicht gelten. Vielleicht war der Koffer einfach größer als der der Mitbewerber, mit dem die Vertreter sowohl im Iran als auch im deutschen Bundestag vorsprachen.</p>
<p>Viel interessanter aber ist folgender Satz des Artikels: &#8220;Internet censoring in Iran was developed with the initial justification of blocking online pornography, among other material considered offensive by the regime, according to those who have studied the country&#8217;s censoring.&#8221;</p>
<p>Kommt das jemanden bekannt vor? Unter dem gleichen Vorwand versucht eine gewisse Clique adeliger Leute auch in Deutschland, eine Zensur-Infrastruktur zu errichten. Ich leg mir vorausschauend mal eben ein paar Siemens- und Nokia-Aktien ins Depot. Da geht noch was.</p>
<p>Noch besser aber wird es hier:  &#8220;Beginning in 2001, the government required Internet service providers to install filtering systems, and also that all international connections link to a single gateway controlled by the country&#8217;s telecom monopoly, according to an OpenNet study.&#8221;</p>
<p>Die Jungs haben echt früh angefangen! Während die Entwicklung des Maut-Systems in Deutschland eine absolute Fehlinvestition darstellte und auch der Bundeswehrfunk eher von Abiturienten unserer großen IT-Firmen entwickelt wird, scheint im Iran alles reibungslos zu funktionieren. Und das seit 8 Jahren! Respekt, wenn auch mit negativem Hintergrund&#8230;. Wenn ich die Software-Landschaft von 2001 mit heute vergleiche, und dann eine derartige Success-Story lese, meine Güte, Microsoft schafft derartige langjährige Stabilität schon mal nicht. Mich würde ernsthaft der Bugtracker interessieren. Falls ihn mir jemand schicken kann, nur zu! Mir ist fast jeder Preis recht!</p>
<p><em>Um Missverständnisse vorzubeugen: der Autor dieses Artikels ist ein großer Verfechter der unbeschränkten Meinungsfreiheit.</em></p>
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