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	<title>terra-f.com  -  Die Welt der Finanzen &#187; streetview</title>
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	<description>Unzensiertes aus Finanzwelt und Politik</description>
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		<title>Google gehts an den Kragen</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Jun 2010 17:49:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nicht nur in Deutschland, Spanien und der Schweiz muss sich Google den Behörden stellen. Googles Schnüffelei &#8211; insbesondere in Verbindung mit der Aufnahme von ungeschützten WLAN-Daten &#8211; wird jetzt auch von 30 US-Bundesstaaten juristisch überprüft. Das Unternehmen, das gerne auch als Datenkrake bezeichnet wird (wobei Facebook und Co. dem sicher auch sehr nahe stehen), muss [...]]]></description>
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</script></div><p>Nicht nur in Deutschland, Spanien und der Schweiz muss sich Google den Behörden stellen. Googles Schnüffelei &#8211; insbesondere in Verbindung mit der Aufnahme von ungeschützten WLAN-Daten &#8211; wird jetzt auch von 30 US-Bundesstaaten juristisch überprüft.</p>
<p>Das Unternehmen, das gerne auch als Datenkrake bezeichnet wird (wobei Facebook und Co. dem sicher auch sehr nahe stehen), muss Rechenschaft darüber ablegen, wann und wo welche Daten aus welchem Grund in welchem Umfang und für wie lange durch die Streetview-Cars erhoben wurden.</p>
<p>In der Tat hat sich Google die peinlichste Panne geleistet, die nur irgend möglich sein konnte. Schliesslich galt Streetview eh schon als Politikum der Privatsphäre, wurden nicht nur barbusige Damen in Parks beim Sonnenbad vorbeifahrend aufgenommen, sondern auch die Vorgärten der gutbürgerlichen Gesellschaft, welche aus Angst vor Einbrechern und Neidgesellschaft vehement gegen die Opel-Fahrzeuge mit der Kamera vorgingen.</p>
<p>Wenn sich ein Unternehmen dann auch noch einen Datenskandal erster Güte aufhalst, in dem private Zugangsdaten zu WLAN-Routern ausgeschnüffelt werden, dann ist jedwedes Mitleid unnötig. Das ist dreiste Dummheit.</p>
<p>Google entschuldigt sich unentwegt, bestätigt aber permanent sein Unschuldsgebahren: &#8220;Es tut uns leid, das WLAN-Zugangsdaten aufgezeichnet wurden. Aber wir glauben nicht daran, das es illegal ist.&#8221;</p>
<p>Ich weiss in diesem Moment gar nicht, was dümmer ist? Es zu tun, oder hinterher die Illegalität des eigenen Handelns zu bezweifeln. Parallelen zu unserer Bundeskanzerlin Angela Merkel kommen spätestens jetzt auf, zieht man Ihre mantra-artige Entschuldigung der &#8220;Alternativlosigkeit&#8221; für all Ihr Handeln bzw. Nichthandeln in die Betrachtung heran.</p>
<p>Fakt ist: wer seine WLAN-Daten nicht schützt, haftet in Deutschland für Verstöße gegen das Urhebergesetz, wenn der Nachbar heimlich auf dem ungeschützten WLAN-Kanal in Tauschbörsen Filme und Musik herunterlädt bzw. weitergibt.</p>
<p>Google beschäftigt einen Stab von Jouristen, die sich in den jeweiligen Ländern verdammt gut auskennen, in denen Google eine Domain betreibt (also google.de für Deutschland z.B.). Warum das Management dann noch betont, keine Illegalität zu erkennen, ist schwer nachvollziehbar.</p>
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		<title>Google und der Navigations-Markt</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Nov 2009 19:41:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
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		<description><![CDATA[Ob es Google seinem selbsternannten Ziel namens &#8220;Weltherrschaft&#8221; ein Stück näher bringt, werden wir in wenigen Jahren zu beurteilen wissen. Tatsächlich aber revolutioniert Google mal wieder die Welt mit einem neuen Business-Model &#8220;less than free&#8221; (auf deutsch: weniger als kostenlos). Genauer gesagt, bringt es die Welt der Navigationssysteme zur Zeit ordentlich durcheinander. Der gesamte Markt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ob es Google seinem selbsternannten Ziel namens &#8220;Weltherrschaft&#8221; ein Stück näher bringt, werden wir in wenigen Jahren zu beurteilen wissen. Tatsächlich aber revolutioniert Google mal wieder die Welt mit einem neuen Business-Model &#8220;less than free&#8221; (<em>auf deutsch: weniger als kostenlos</em>). Genauer gesagt, bringt es die Welt der Navigationssysteme zur Zeit ordentlich durcheinander.</p>
<p>Der gesamte Markt geografischer Daten, also solcher Daten, die für Punkt-zu-Punkt-Verbindungen geeignet und damit navigations-tauglich sind, wird aktuell gehörig durcheinander geworfen.</p>
<p>Googles <a href="http://www.handelsblatt.com/unternehmen/it-medien/android-navigationssoftware-google-stuerzt-navi-branche-ins-chaos;2475773" target="_blank">letzte Meldung</a>, künftig kostenlos mit Google Maps und im Rahmen seines Handy-Betriebssystem Android, Navigations-Software anzubieten, zerstörte Börsenwert in Höhe von mehreren Milliarden Dollar. Alle Anbieter von Navigationsgeräten, vor allem die beiden Global Player <em>Nokia</em> und <em>TomTom</em> verloren zweistellig.</p>
<p>Was bedeutet dies für den Markt?</p>
<p>Google bietet mit <em>Android</em> ein Betriebssystem für mobile Geräte an, das sowohl als Open Source Variante als  auch in kommerzieller Lizenz vorliegt. Die führenden Anbieter von Punkt-zu-Punkt-Navigation waren bis 2007 <em>Tele Atlas</em> und <em>Navteq</em>. Erstere lieferten auch an Google den Kartenbestand für den hauseigenen Dienst &#8220;Maps&#8221;. Hier durfte eine deutliche Summe an Geld geflossen sein. <em>Tele Atlas</em> wurde von <em>Tom Tom</em> für 2.7 Milliarden USD aufgekauft, <em>Nokia</em> schnappte sich <em>NavTeq</em> für ca. 8 Milliarden Dollar!</p>
<p>Damit oblag <em>Nokia</em> und <em>TomTom</em> bislang ein Quasi-Monopol von Navigationstauglichen geografischen Daten. Es gibt zwar weitere Anbieter von GPS-Daten, aber speziell die Punkt-zu-Punkt-Variante wird von <em>Nokia</em> und <em>TomTom</em> abgedeckt.</p>
<p>Google bekam dieses Duopol der beiden Anbieter am Kartenpreis deutlich zu spüren, und begann vor einigen Jahren, selbst GPS Daten einzusammeln. Dies passte ganz gut mit dem ebenfalls hauseigenen &#8211; allerdings umstrittenen &#8211; Dienst &#8220;StreetView&#8221;  überein. Da für  &#8220;Google Streetview&#8221; eh schon genug <a href="http://www.flickr.com/photos/ahdigital/3544819161/" target="_self">Opel-Astras durch die Gegend fuhren</a>, um Fotos der Straßen für den Kartendienst anzufertigen, wurden direkt noch fahrtaugliche GPS-Daten gesammelt. Nun ist es so weit, Google traut sich in einer ersten Beta-Phase an den Markt: kostenlos!</p>
<p>Wenn Sie also gerade planen, einen eigenen Navigationsdienst zu errichten oder ein mobiles Gerät zu entwickeln, das nebenher auch Navigationsdienste anbieten könnte, so sollten Sie umgehend einen Produkt-Manager von Google-Maps anrufen. Google liefert Ihnen das inzwischen marktreife Betriebssystem, als auch die Karten, als auch die gesamte Navi-Software. Würden Sie alle drei Komponenten selbst entwickeln wollen, benötigten Sie ganze Herrschaften adretter Inder in der Informatik-Abteilung und einen Haufen Asche, um das ganze über Jahre hinweg zu finanzieren. Selbst gekauft wären 2-stellige Millionen Summen nötig!</p>
<p>Warum verschenkt Google den Dienst? Google verschenkt nichts. Google verdient an Anzeigen, die dem Kartenmaterial beiliegen. Und Google schlägt Ihnen vor: verdienen Sie doch auch an den Anzeigen! Setzen Sie unsere Software und unsere Infrastruktur ein, und verdienen Sie mit uns Geld.</p>
<p>Das sagt Ihnen Google. Less Than Free. Nix bezahlen, und beide Seiten verdienen daran. So schlau war vorher keiner. Mal gucken, ob es funktioniert.</p>
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